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Das Hobby der Modelleisenbahn

Das Modellbahnhobby umfasst das naturgetreue Nachbilden der verschiedenen Eisenbahnmodelle, Landschaften und Gebäude in einen kleineren Maßstab. Charakteristisch für die Modelleisenbahn ist, dass sie mittels eines eingebauten Antriebs selbstständig fährt. Über ein Bedienpult erfolgt die Steuerung. Diese kann entweder halbautomatisch oder manuell erfolgen, beides ist analog oder mit Hilfe der Digitaltechnik möglich. Bei der halbautomatischen Steuerung kann der Modellbauer die Befehle manuell eingeben. Eine Automatik hilft unterstützend um beispielsweise langsam zu bremsen.

Die Modelleisenbahner verleihen ihrem Hobby unterschiedliche Schwerpunkte. Während für viele Modellbauer das Wichtigste der Betrieb der Modelleisenbahnen ist, verlegen andere ihren Akzent auf das Sammeln der Lokomotiven, Waggons oder Zubehör. Sammler spezialisieren sich oft auf eine bestimmte Zeitepoche oder auf einen bestimmten Modelleisenbahnhersteller. Wieder andere widmen sich lieber dem Umbau und Selbstbau der Modelleisenbahngegenstände.
 

Die drei klassischen Gestaltungsformen

Drei klassische Gestaltungsformen der Modellbahnanlagen haben sich etabliert.
Die bekannteste und auch gleichzeitig einfachste Bauweise ist die Gestaltung auf einer rechteckigen Holzplatte. Am Rand der Platte führen ovalförmig ein- oder mehrgleisige Gleise entlang. Im Kreisinnern erfolgt die Anordnung der Landschaften und Gebäude.
Anlagen in L-, U-, T-, E- oder in noch multidimensionaleren Formen werden seltener vom Modellbauer bevorzugt. Diese Anlagenformen ermöglichen aber gerade in kleinen Räumen die Gestaltung von Landschaften ohne Gebäude. Die Platzierung eines weiteren Bahnhofes, um zum Beispiel den Pendelverkehr nachzubilden, ist an weiteren Raumenden gegeben. Große Modelleisenbahnanlagen werden oft in Teilstücke aufgespalten, um sie gegebenenfalls voneinander zu trennen. Von Vorteil ist es, wenn man die einzelnen Segmente hintereinander erbaut. So können bereits fertiggestellte Anlagenteile schon in Betrieb genommen werden. Auch im Fall von Wartungsarbeiten ist das Entfernen nur von Teilstücken erforderlich. Gegenüber dem festen Modulaufbau beinhaltet der Teilbereichbau viele Vorteile.
 

Modulare Modellbahnanlagen

Als besondere Disziplin der Modelleisenbahn gelten modulare Anlagen. Es werden nur kleine und themenbezogene Bereiche erbaut. Diese Teilbereiche werden mit genormten Endstücken versehen und können anschließend beliebig miteinander verbunden werden. Das Platzangebot spielt bei dieser Anlagenart weniger eine Rolle, da die einzelnen Segmente mühelos auf- und abgebaut werden können.
Sinkende Sammlerzahlen, große Auflagen und die sehr gute Verfügbarkeit, die beispielsweise durch diverse Internetauktionshäuser gegeben ist, lassen den Sammlerwert der heutigen Modelleisenbahngegenstände sinken. Ältere Objekte, die wenig verbreitet sind, sich in einem exzellenten oder erstklassig revidierten Zustand befinden, erwirtschaften jedoch immer noch hohe Preise.
Modelleisenbahnen und deren Zubehör werden heutzutage immer seltener im Selbstbau gefertigt. Das Angebot an industriell gefertigten Fabrikaten ist sehr groß. 

 

Ein schönes Beispiel

Auf dieser Homepage der Wormser Spur 0er lässt sich sehr schön verfolgen, wie aus einer losen Interessengemeinschaft langsam ein echter Modulclub heranwächst. Es ist wie überall, erst sind es jede Menge Menschen die mitmachen wollen, diskutieren hin und her und wieder zurück. Dann, wenn es konkreter wird, wenn etwas abgefordert wird, bleiben die "Macher" übrig und die machen dann auch. Die Wormser Spur 0 Moduler treffen sich alle 14 Tage zum Stammtisch. Man muss nicht gleich mitmachen, sondern kann auch gerne einfach nur zum fachsimpeln kommen. Versuchen Sie es einfach einmal, die kochen auch alle nur mit Wasser.