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Selbstbau erfordert schon ein großes Maß an Wissen über Elektronik und eine gewisse Ausrüstung der Werkstatt. Eine weitere Möglichkeit , auch im Bereich der digitalen Modellbahn zu sparen, sind die Hersteller Alternativer Dekoder. Da ist es fast wie bei den Arzeimitteln, dort sind es die Generika. Beim Druckerzubehör sind es die Hersteller kompatibler Produkte wie Druckerpatronen und Toner. Bei der Modellbahn eben Ingenieure, die Eigenentwicklungen auf den Markt bringen, die sich an die Normen halten aber ohne die großen Marketingausgaben eben mit anderen Preisen agieren können.

Gleich zu Beginn: der zeitliche Aufwand zum Eigenbau von Dekodern gerade für darin nicht so Geübte kann enorm sein, zudem soll man sich darüber im Klaren sein, dass dabei mit elektrischer Energie in teilweise sehr hohen Spannungen umgegangen wird. Wer aber mit den Dekodern bzw. deren Funktionen nicht glücklich wird, die von den Herstellern standardmäßig ausgeliefert werden, der wird nicht umhin kommen, sich an den Eigenbau zu machen. Wer den Angaben auf einem Schaltplan folgen und sie real auf eine Platine umsetzen sowie die Anzeigen auf einem Messgerät richtig interpretieren kann und mit dem Umgang mit Lötkolben und Lötzinn wenig Probleme hat, der sollte sich aber nicht scheuen, den Eigenbau zumindest einmal zu versuchen.

Grundsätzlich kann man Dekoder nach ihrem Anwendungsbereich unterteilen: Dekoder, Modellbahn Lokdecoderdie in mobiles Zubehör einer Modelleisenbahn eingebaut werden (Lokomotiven, Zuggarnituren, Waggons) und solche, die zur Kontrolle des immobilen Zubehörs (Fahrgleise, Weichen, Signale, Schranken, Ampeln, Aufbauten wie Bahnhöfe etc.) erforderlich sind.

Im Normalfall haben Lok-Dekoder neben den Schaltungen zur Steuerung des Antriebes auch noch Ausgänge, die mit Effektkomponenten wie Lichter und Tonsignalen verbunden werden können. Dekoder zum Einbau in Waggons entsprechen vom Prinzip her dem des Lok-Dekoders, aber ohne Motoransprache, über sie werden also nur Beleuchtungs- und/oder Toneffekte gesteuert, also Funktionen kontrolliert. Signale, Fahrgleisbeleuchtungen etc. werden mit Schaltdekodern gesteuert und je nach Stellung mit Strom versorgt, Weichendekoder steuern natürlich Weichen. Es gibt aber bereits Schaltdekoder, die für beide Einsatzbereiche ausgelegt sind. Für noch mehr Realität auf der Modellanlage sorgen spezielle Signaldekoder, die an ein damit verbundenes Lichtsignal nicht nur ON/OFF übermitteln, also es nicht nur aus- und einschalten, sondern die Leuchtintensität stufenweise dimmen. Die Ansprache der Lokdekoder erfolgt über den Fahrregler, die der Schaltdekoder über Tastatur und die der Funktionsdekoder wahlweise über Funktionstasten oder auch über die Tastatur.
Um nun z.B. einen Schaltdekoder selber bauen zu können, benötigt man neben dem erforderlichen Handwerkszeug die Grundkomponenten wie Platine, Gleichrichter, Spannungswandler, Sicherungen, Kondensatoren, Dioden, Widerstände und neben dem Kleinmaterial zur Verbindung und Befestigung auch das Herzstück, einen programmierten Mikrocontroller sowie einen Schaltplan. Die im Handel angebotenen Bausätze beinhalten alle diese Komponenten, man sollte aber beim Kauf unbedingt darauf achten, dass das Produkt NMRA-Kompatibilität besitzt sowie den Normen EMV / CE entspricht und elektromagnetisch verträglich ist.

Loetstation für Decoder SelbstbauDie zweite Möglichkeit zum Eigenbau besteht darin, sich alle erforderlichen Bauteile selber zu besorgen und auch den Schaltplan am heimischen PC mit entsprechender Software, die es trotz Profileistung für kleinere Layouts als Freeware gibt, selber zu entwerfen. Besonders empfehlenswert in dieser Kategorie ist Eagle von CadSoft, aber auch das deutsche TARGET bietet viel für kein oder wenig Geld. Alternativ kann man fertige Schaltpläne natürlich auch im Internet suchen und finden, eine der ersten Anlaufstellen für jeden, der sich zum ersten Mal mit der Materie Dekodereigenbau befasst, sollte die Seite von Wolfgang Kufer sein, der das opendcc – Projekt ins Leben gerufen hat. Die unter OpenDecoder angebotenen Informationen zum Selbstbau von Dekodern sind relativ leicht zu verstehen.

Bezugsquellen für die erforderliche Hardware sind ebenfalls leicht im Internet aufzuspüren, diese jetzt hier aufzulisten würde unverhältnismäßig Platz beanspruchen..

Hier einige Beispiele
ELG Modellbau produziert Dekoder, Schattenbahnhofssteuerungen und andere elektronische Beuteile.
CT-Elektronik Decoder für DCC, ACC und für alle Spuren
Tams Elektronik Decoder für DCC, ACC und für alle Spuren und weitere elektronische Beuteile.